
Die Forschungspartnerschaft ParGenDA hat zum Ziel, unbeantwortete zentrale Fragen zu geschlechtersensiblen psychosozialen Interventionen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen partizipativ zu identifizieren und nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen. Das Projekt wird durch eine Gruppe aus Menschen mit Demenz, pflegenden Angehörigen, Interessenvertretungen und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen gesteuert.
Mithilfe von Umfragen und Workshops mit Personen dieser Gruppen wird am Ende des Projekts eine Liste der 10 wichtigsten unbeantworteten Fragen zu geschlechtersensiblen psychosozialen Interventionen für die Wissenschaft und Öffentlichkeit bereitgestellt.
Demenz ist ein chronisches, fortschreitendes Syndrom, das Gedächtnis, Denken, Orientierung, Sprache und Urteilsvermögen beeinträchtigt. Je nach Art und Schwere können sich auch Stimmung, Verhalten und Motivation verändern. Zu den häufigsten Formen gehören Alzheimer-, Lewy-Body- und vaskuläre Demenz. Frauen erkranken häufiger an Alzheimer, Männer eher an vaskulärer Demenz.
Auch die Symptome unterscheiden sich: Frauen zeigen öfter depressive oder psychotische Anzeichen, Männer häufiger starke Apathie.Die meisten pflegenden Angehörigen sind Ehepartner:innen oder erwachsene Kinder; auch hier sind überwiegend Frauen vertreten. Es gibt Hinweise, dass Männer und Frauen die Pflege unterschiedlich erleben, was ihre Lebensqualität beeinflusst.
Um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern, ist Forschung zu psychosozialen Interventionen wichtig; Geschlechtersensibilität wurde dabei bisher jedoch selten berücksichtigt.
In der Forschungspartnerschaft ParGenDA wollen wir mit Ihnen die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Geschlecht und Demenz finden. Es gibt Hinweise darauf, dass das Geschlecht eine Rolle für die Unterstützung von Menschen mit Demenz spielt. Da hierzu aber noch Wissen fehlt, haben wir eine Umfrage gestartet. So soll zukünftige Forschung gezielt Bereiche in den Blick nehmen, die bislang übersehen wurden.
Das Projekt ParGenDA wird vom Lehrstuhl Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz durchgeführt.
An der Befragung teilnehmen können:
Hier kommen Sie zur Umfrage/a>
Die Beantwortung dauert etwa 10–15 Minuten.
Die Umfrage ist bis Ende Februar 2026 geöffnet.
Wenn Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an das Projektteam unter: pargenda@uni-wh.de oder besuchen Sie unsere Internetseite:
pargenda.de
Patient:innenvertreter:innen und Angehörige:
Mitarbeiter:innen des Gesundheitswesens:
Margareta Halek,
Lehrstuhl für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke
Dominique Autschbach,
Lehrstuhl für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke
Franziska Anushi Jagoda,
Lehrstuhl für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke